Vertikutierer Test und Vertikutieren Tipps

„Vertikutieren “? – WAS ist das, und WIE geht das?

Ein Vertikutierer hilft dem RasenWenn man mit der Qualität seines eigenen Rasens unzufrieden ist und einen Profi-Gärtner um Rat fragt, lautet die Antwort: „Ein Vertikutierer kann helfen!“ – doch was bedeutet „Vertikutieren“ eigentlich; wie geht man richtig mit einem Vertikutierer um, und wie oft sollte man einen Vertikutierer benutzen?

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Begriffserklärung:

Der Begriff „Vertikutierung“ bedeutet im Grunde nichts anderes als „Bodenauflockerung“, deshalb wird ein Vertikutierer üblicherweise auch als „Rasenlüfter“ bezeichnet. Ein Rasen Vertikutierer hilft also den Rasen belüften, zu können. Bei dieser „Bodenauflockerung“ werden tote Pflanzen, Moose, Blätter und Schmutz beseitigt – sodass der Boden optimal mit Nährstoffen, Licht und Sauerstoff versorgt werden kann – nur so können gesunde Pflanzentriebe an- bzw. nachwachsen.

Auch wenn der Begriff „Vertikutieren“ nicht so oft im allgemeinen Sprachgebrauch verwendet wird, ist dieser Vorgang ebenso Bestandteil einer nachhaltigen Rasenpflege, wie beispielsweise Rasenmähen.

Um richtig zu vertikutieren, gibt es einige grundlegende Informationen, die es zu beachten gilt:

Welche Vorbereitungen sind zu treffen?

Um effektiv vertikutieren zu können, müssen einige grundlegende Dinge im Voraus beachtet werden – nur so kann man unschöne Löcher und Bodenlücken vermeiden und den Rasen lüften.

  • Wenn man einen bestehenden Rasen aerifizieren, sprich auflockern möchte, muss man den Rasen zunächst auf eine Höhe von 4 cm abmähen und gründlich von großen Steinen, Baumstöcken und Unkraut bereinigen.
  • Um den Rasen optimal im Voraus zu behandeln, sodass die Spuren der Vertikutierung im Nachhinein schneller verschwinden, sollte man den gemähten Rasen zunächst düngen.
  • Vertikutieren kann man dann 1 bis 2 Wochen nach der Düngung. Die Gräser sind von Grund mit Nährstoffen versorgt, sodass sich kleinere Lücken nach der Vertikutierung vermeiden lassen. Doch zunächst wird der Rasen noch mal abgemäht, aber dieses Mal auf eine Höhe von 2 cm.
  • Nun sollte man warten, bis der Boden vollständig getrocknet ist. So geht das Vertikutieren nicht nur viel schneller, die Vertikutiergeräte werden so auch geschont.

Wann vertikutieren?

Green Grass ca. 2000Abgestorbene Pflanzenteile, Moose, Klee und Wurzeln bilden im Rasen eine dicke Schicht, diese verhindert, dass Feuchtigkeit, Licht, Luft und wertvolle Nährstoffe tief in den Boden gelangen und die Gräser versorgen – aus diesem Grund sollte man daher 2 Mal im Jahr vertikutiert werden. Nur durch eine Vertikutierung kann das Gras gesund wachsen und an Stärke gewinnen.

Je nach Wetterverhältnissen kann im Frühling, von April bis Mai oder im Herbst, Anfang bis Ende September, vertikutiert werden.

Ganz wichtig: Nur wenn der Boden abgetrocknet ist, und eine optimale Temperatur von 8 bis 10 Grad Celsius besitzt, macht eine Vertikutierung, Sinn.

Wie vertikutieren?

Damit der Rasen optimal gepflegt werden kann, sollte man sich strikt an die empfohlenen Zeiträume halten. Eine Vertikutierung macht im Sommer aufgrund der Vegetation, Temperatur und Trockenheit, absolut keinen Sinn.

  1. Bevor man vertikutiert, sollte man den Rasen auf 2 cm abmähen und anschließend grobe Verunreinigungen, abgestorbene Pflanzenteile und Blätter mit einer Harke entfernen.
  2. Jetzt stellt man die Messertiefe entsprechend der Bodenverdichtung, Alter und Qualität des Rasens fest. Dabei dürfen die Messer des Vertikutiergeräts nur max. 2 mm unter dem Boden einritzen. Nur so kann verhindert werden, dass feine Graswurzeln verletzt werden und nur Unkraut und Filz entfernt werden.
  3. Man setzt den Vertikutierer so am Boden an, dass die gebogenen Harken in die eigene Richtung zeigen.
  4. Jetzt drückt man das Gerät nach unten auf den Boden, sodass sich die Harken in der Erde befinden.
  5. Jetzt kann man, wie mit einem Rasenmäher, gleichmäßig in Längs- und Querrichtung vertikutieren.
  6. Wenn man regelmäßig 2 Mal im Jahr über einen längeren Zeitraum hinweg den Rasen mit einem Vertikutierer behandelt, braucht man nur noch in eine Richtung der Rasenfläche vorgehen.

Kleiner Tipp: Der Rasen kann dichter und schöner wachsen, wenn man Jahr für Jahr versetzt auf der Rasenfläche vertikutiert. So können Luft, Wasser, Licht und Nährstoffe tief in den Boden gelangen und die Wurzeln besser und nachhaltiger versorgen.

Nachbehandlung: Damit der Rasen und die Gräser sich optimal regenerieren bzw. anwachsen können, sollte man den Rasen mindestens 3 Wochen nicht betreten.

Der richtige Vertikutierer

  • Vertikutiergeräte sind im Fachhandel zu verkaufen oder zu vermieten.
  • Man unterscheidet zwischen dem Benzin-Vertikutierer, dem Elektro-Vertikutierer und dem Handvertikutierer. Außerdem gibt es verschiedene Kombigeräte, die als Lüfter, Rasenmäher und Vertikutierer funktionieren.
  • Alle Vertikutiergeräte haben eine horizontale Achse. Diese Achse besteht aus mehreren drehbaren, scharfen Messern. Der Motor lässt die Achse rotieren, dabei ritzen die Messer die Grasnarbe wenige Millimeter ein und entfernen so Moos und Unkraut.

Ein Benzin-Vertikutierer eignet sich hervorragend zum Vertikutieren größerer Rasenflächen. Dieser ist schwer und deshalb optimal um trockene Böden zu vertikutieren. Gut ist, dass man nicht ständig auf ein Stromkabel, wie beim Elektrovertikutierer, achten muss.

Dew on Green GrassEin Kombigerät, die den Rasen zuerst mäht und dann lockert, wie beispielsweise ein Rasenmäher mit Vertikutierer, ist allerdings eine sehr kostspielige Variante. Hier ist die Größe der Rasenfläche wichtig.

Es gibt auch Vertikutierer und Lüfter, diese eignen sich ebenfalls gut für große, übersichtliche Flächen.

Elektro-Vertikutierer eignen sich am besten für mittlere, gut zugängliche Flächen. Da Elektrovertikutierer oft sehr leicht vom Gewicht sind, sollte man sie beschweren, beispielsweise mit Sand oder Erde. Ein elektrischer Vertikutierer besitzt, im Gegensatz zum Benzinvertikutierer, ein Stromkabel, wodurch die Handhabung umständlicher und länger ausfallen könnte – und womöglich das Kabel auch selbst beschädigt wird.

Hand Vertikutierer behandeln sehr kleine und kleine Rasenflächen optimal. Handvertikutierer gibt es heutzutage in verschiedenen Ausführungen:

Es gibt zum einen Handvertikutierer, die einen langen Stil besitzen, sodass man sich nicht mehr bücken muss. Außerdem gibt es Handvertikutierer mit Rollen und Miniatur-Vertikutierer, die sehr kleine Flächen, Ecken und schwer zugängliche Orte perfekt behandeln können.

Wer also eine kleine Rasenfläche vertikutieren möchte, sollte sich entweder für einen Hand Vertikutierer oder einen elektrischen Vertikutierer entscheiden.

Wer einen Vertikutierer kaufen möchte, sollte folgende Ratschläge beachten:

  • Achten Sie auf die Qualität des Geräts. Der Vertikutierer sollte idealerweise stabil und robust gebaut sein.
  • Die Qualität der Vertikutiermesser ist ausschlaggebend: Es gibt beispielsweise spezielle Edelstahlmesser, die sich nicht verformen lassen.
  • Die Messer sollten eine Mindest-Schnittbreite von 30 cm haben.
  • Man sollte darauf achten, dass der Vertikutierer eine Tiefen- und Höheneinstellung besitzt und diese muss leicht bedienbar sein.

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